Kritik an Verordnung der E-Control mit doppelten Entgelten für Stromspeicher. Wirtschaftsminister hofft auf Überarbeitung.
Schmidt von der Speicherbranche (re.) kritisiert E-Control-Vorstand Michael Strebl
Österreich produziert an sonnigen Tagen enorm viel Solarstrom, muss aber in der Nacht teure Energie importieren. Um das zu glätten, können Batteriespeicher eine Lösung sein. Eine Stromrechnung kann das laut Bundesverband Energiespeicher um 150 Euro pro Jahr senken.
Jetzt hat die E-Control einen Verordnungsentwurf vorgelegt, an dem die Energiespeicher-Branche aber Kritik übt. Sowohl beim Stromspeichern als auch beim Wieder-Einspeisen ins Netz sollen oftmals Entgelte anfallen. „Der Gesetzgeber wollte, dass systemdienliche Energiespeicher von doppelten Netzentgelten befreit werden. In der Verordnung werden aber sehr strenge Kriterien für die Befreiung festgelegt. In der Praxis ist aber kaum jemand befreit, dadurch ist der Ausbau nicht wirtschaftlich“, betont Branchensprecher Christoph Schmidt. Zwei Drittel der Einnahmen würden für Entgelte anfallen.
Doch es gibt auch Argumente der E-Control. Chef Michael Strebl will einen „Wildwuchs“ verhindern. Werden Speicher stark ausgebaut, braucht es auch mehr Netze – und dafür fallen Kosten an, die jemand zahlen muss.
Im Wirtschaftsministerium ist man nicht gänzlich zufrieden mit der Verordnung. „Ich gehe davon aus, dass diese entsprechend überarbeitet wird“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Kronen Zeitung




