
Mit 1. Juli wurde die Spritpreisbremse der Regierung zurückgefahren, seitdem haben die Spritpreise angezogen. Diesel kostete am gestrigen Donnerstag im Schnitt 1,742 Euro je Liter, bei Eurosuper lag der Verkaufspreis bei 1,688 Euro. Zum Vergleich: Am Dienstag, dem Tag vor der Reduktion der Preisbremse, lag der Diesel bei 1,707 Euro, Superbenzin kostete 1,660 Euro. Wobei auch schon am Dienstag ein Anstieg gegenüber dem Montag zu bemerken war.
Bereits am Donnerstag hat der ÖAMTC kritisiert, dass sich das geringere Steuerzuckerl sofort an den Zapfsäulen bemerkbar gemacht habe. Die SPÖ betonte, dass die Spritpreisbremse jedenfalls wirke. Schließlich gehe es dabei nicht nur um die Senkung der Mineralölsteuer um 0,8 Cent je Liter, es müssten die Tankstellenbetreiber auch gesunkene Preise an den Rohstoffmärkten weitergeben.
Rohölpreise sinken
An den Ölmärkten ging es am Donnerstag jedenfalls mit den Preisen bergab. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 70,71 US-Dollar (62,03 Euro). Der Preis der globalen Referenzsorte sank damit um etwa 1,2 Prozent. Mit zeitweise 70,16 Dollar fiel der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit Ende Februar 2026.
Der ARBÖ hat sich am Freitag den aktuellen Stand der Spritpreise in den Urlaubsländern angesehen. Tanken in Italien (Diesel: 1,89 Euro, Super 95: 1,81 Euro), Frankreich (Diesel: 1,87 Euro, Super 95: 1,94 Euro) oder Deutschland (Diesel: 1,76 Euro, Super 95: 1,90 Euro) ist teurer als in Österreich. Günstiger als hierzulande ist der Treibstoff hingegen in Tschechien (Diesel: 1,45 Euro, Super 95: 1,59 Euro), Slowenien (Diesel: 1,68 Euro, Super 95: 1,58 Euro) und Kroatien (Diesel: 1,66 Euro, Super 95: 1,61 Euro).
Ost-West-Gefälle
Aber auch wer in Österreich unterwegs ist, erlebt ein breites Preisspektrum. Im Burgenland kostete Diesel am Donnerstag 1,719 Euro, in Tirol hingegen 1,789 Euro je Liter. Beim Superbenzin waren es 1,674 bzw. 1,709 Euro, geht aus den Zahlen der staatlichen Regulierungsbehörde E-Control hervor.
APA




