OECD lobt Österreich

29. Mai 2026

Erfolge bei österreichischer Umweltpolitik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 22. Mai 2026 ihre aktuelle Umweltländerprüfung für Österreich veröffentlicht. Der Bericht bewertet die österreichische Umweltpolitik der vergangenen Jahre und widmet sich mit einem eigenen Schwerpunkt der Kreislaufwirtschaft. Die OECD bestätigt dabei deutliche Fortschritte und äußert sich auch über den hohen Anteil erneuerbarer Energie in Österreich positiv. Weiterer Handlungsbedarf wird bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen gesehen.


Fortschritte


Laut Bericht konnten Treibhausgasemissionen und wichtige Luftschadstoffe reduziert werden. Strom aus erneuerbaren Energien macht mit mehr als 80 Prozent mittlerweile den Großteil der heimischen Stromerzeugung aus. Aktuell werden 43 Prozent des heimischen Bruttoenergieendverbrauchs durch erneuerbare Energieträger gedeckt. Österreich liegt damit deutlich über dem EU-Schnitt von 25,2 Prozent. Trotz budgetärer Herausforderungen konnten in den vergangenen Jahren zudem zentrale Umweltmaßnahmen abgesichert werden – darunter die thermische Sanierung und der Austausch fossiler Heizsysteme. Gleichzeitig hält die OECD fest, dass die seit 2010 sinkenden Emissionen noch stärker zurückgehen müssen, um die EU-Klimaziele zu erreichen.


Kreislaufwirtschaft


Besonders hervorgehoben wird im Bericht die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie. Denn diese stärkt auch Versorgungssicherheit, Innovation und den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Fundament moderner Industrie- und Standortpolitik. Sie stärkt regionale Wertschöpfung, hält wertvolle Rohstoffe länger im Wirtschaftskreislauf und reduziert Abhängigkeiten von Importen. Bereits heute erwirtschaften Unternehmen der Kreislaufwirtschaft in Österreich rund 16,6 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen rund 51.000 Menschen.

Kurier