E-Control betont Sparpotenzial für Einzelne und Allgemeinheit.
Studie. Der Aufstieg der erneuerbaren Energien hat dafür gesorgt, dass zu manchen Zeitpunkten besonders viel Strom im Netz ist, vor allem mittags. Zu diesen Zeiten wird die Strommenge aber nicht immer gebraucht. Man könnte für solche Zeiten mehr Speicher aufbauen, die günstigere Lösung wäre aber, den Stromverbrauch zeitlich anzupassen, sagt E-Control-Vorstand Michael Strebl.
Die Regulierungsbehörde hat eine Studie präsentiert, die zeigt, wie gut Menschen in Österreich darüber Bescheid wissen und wie motiviert sie sind, sich am „smarten“ Stromverbrauch zu beteiligen. „Man spart dadurch Geld. Man reduziert dadurch aber auch Kosten für den Netzausbau“, sagt E-Control-Chefvolkswirt Johannes Mayer.
„Bisher wurden immer für die Gesamtbevölkerung repräsentative Umfragen gemacht, aber nicht Menschen mit hohem Verbrauch befragt, die davon besonders profitieren“, sagt Studienleiterin Katharina Gangl. Das sind etwa Menschen mit eigener Photovoltaik-Anlage, E-Auto oder Wärmepumpe sowie Mitglieder von Energiegemeinschaften. Die Motivation für eine smarte Stromverbrauchssteuerung ist bei 60 Prozent vorhanden, bei Energiegemeinschafts-Mitgliedern sind es sogar 76,6 Prozent.
Elektromobilisten wissen am besten über zeitlich günstigen Stromverbrauch Bescheid. Sie sollte man daher in Zukunft besonders adressieren, sagt Gangl, etwa durch das gezielte Angebot von Energieberatungen.
D. Kotrba
Kurier



