Aus für Vorrangzone für Windkraft im Mühlviertel

9. April 2026, Linz
Grund: Tschechien hat Bedenken wegen Naturschutzes
 - Pattensen, APA/dpa

Das Land Oberösterreich reduziert die Flächen für Beschleunigungszonen für Windkraft. Eine geplante Zone im Mühlviertel beim bestehenden Windpark am Sternwald wird nicht kommen, bestätigte das Büro von Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP) einen Bericht auf „MeinBezirk.at“ am Donnerstag. Grund dafür seien Bedenken aus Tschechien. Jene Vorrangzone könne negative Auswirkungen auf Naturschutzgebiete sowie auf Vögel, Fledermäuse und große Säugetiere haben, hieß es im Bericht.

Eigentlich war beabsichtigt, beim Sternwald ein Gebiet von rund 320 Hektar als Beschleunigungszone auszuweisen. Doch diese gefährde Wolf, Luchs und Elch sogar „existenziell“. Windräder im Mühlviertel könnten „zum lokalen Aussterben dieser Arten führen“, zitierte der Bericht aus der Argumentation der Tschechen. Das daher vom Land Oberösterreich angekündigte Streichen habe aber keine Auswirkungen auf das bereits seit Juli 2025 laufende UVP-Verfahren für den bestehenden Windpark, der vergrößert werden soll.

Größe der Beschleunigungszonen schrumpft weiter

Dennoch schrumpft wohl die ohnehin schon geringe Fläche für Beschleunigungszonen, laut Land Oberösterreich 0,74 Prozent der Landesfläche, damit weiter. Im Mühlviertel dürfte es demnach keine Vorrangzonen mehr geben, jene beiden im Innviertel im Kobernaußerwald (5.900 Hektar) und Weilhartsforst (2.650 Hektar) sind ja auch nur begrenzt als solche nutzbar, da sie in Tieflugzonen des Bundesheeres liegen.

Die RED-III-Richtlinie der EU verpflichtet die Staaten etwa Beschleunigungsgebiete für den Ausbau erneuerbarer Energie festzulegen. In jenen ausgewiesenen Zonen sind dann keine UVP mehr nötig. Eigentlich hätte dies bis 21. Februar passieren müssen.

APA