
Der im ATX notierte niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO hat im ersten Quartal 2026 einen massiven Ergebnisrückgang verbucht. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf null. Gleichzeitig stiegen aber die Auftragseingänge im Jahresvergleich an. Das Unternehmen sieht sich trotz des schwierigen Marktumfelds und logistischer Probleme im Nahen Osten auf Kurs.
Der Umsatz lag von Jänner bis März bei 98,5 Mio. Euro und damit fast um ein Viertel unter dem Vorjahreswert von 129,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach von 18,3 auf 2,7 Mio. Euro ein. Unter dem Strich blieb ein Ergebnis nach Steuern von 0,0 Mio. Euro, nach 13,0 Mio. Euro im ersten Quartal 2025. Positiv entwickelte sich der Auftragseingang, der um 8,5 Prozent auf 117,6 Mio. Euro anstieg. Der Auftragsbestand wuchs bis Ende März um 18,4 Prozent auf 106,0 Mio. Euro.
Iran-Krieg bremst Geschäft
Als Hauptgründe für den Umsatz- und Ergebnisrückgang nannte das Unternehmen den schwachen Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2025 sowie die geopolitische Eskalation im Nahen Osten. Der Konflikt führte zu erheblichen Störungen bei Logistik und Lieferketten. Dadurch konnten in der Sparte Energy Equipment geplante Verkäufe nicht umgesetzt werden. In der Precision Technology-Division (u.a. hochpräzise Metallkomponenten, 3D-Metalldruck) drückten eine geringe Kapazitätsauslastung sowie ein schwächerer US-Dollar das Ergebnis.
Erholung im zweiten Halbjahr erwartet
Für das laufende Jahr geht die SBO von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus. In der Precision Technology-Sparte erwartet das Unternehmen ein Übergangsjahr mit Erholungssignalen. CEO Klaus Mader betonte, dass der Auftragseingang gegenüber den vergangenen Quartalen deutlich gestiegen sei und sich ein positiver Trend fortsetze. Mittel- bis langfristig treibt der Konzern seine Diversifizierung voran und baut Aktivitäten in Bereichen wie Geothermie und 3D-Metalldruck aus.
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