Für den Einbau einer dritten Pumpe im Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein wird der Stausee Dobra für rund neun Wochen abgesenkt.
Die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Ottenstein schreitet voran. Nach Angaben der EVN sind die Arbeiten zum Einbau einer dritten Pumpe bereits in vollem Gange.
Für die nächsten Bauabschnitte, die direkt am Kraftwerk durchgeführt werden, musste der Wasserspiegel des Stausees Dobra ab 26. September abgesenkt werden. Die Maßnahme soll rund neun Wochen dauern. Während dieser Zeit wird der Kamp an den Turbinen vorbei mit Wasser versorgt. Der Stauraum des Kraftwerks Krumau (Dobra) endet unmittelbar unterhalb der Staumauer Ottenstein. Dort wird die Absenkung benötigt, um die Arbeiten vornehmen zu können. Durch die zusätzliche Pumpe steigt die Pumpleistung des Kraftwerks von derzeit rund 19 auf 31 Megawatt.
EVN-Sprecher Stefan Zach betont die Bedeutung des Projekts für die Stromversorgung: „Mit der Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten, erneuerbare Energie zu speichern und bei Bedarf wieder ins Stromnetz einzuspeisen.“
Überschüssiger Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen kann genutzt werden, um Wasser in das höher gelegene Speicherbecken zu pumpen. Wird Strom benötigt, fließt das Wasser wieder durch die Turbinen und erzeugt Energie. Nach Abschluss der Arbeiten werde der Wasserspiegel des Stausees Dobra wieder auf sein normales Niveau angehoben.
Ottenstein ist bis heute das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der EVN und zählt zu den größten Infrastrukturinvestitionen in NÖ. Die Staumauer ist 69 Meter hoch und hält rund 73 Mio. Kubikmeter Wasser zurück.
NÖN Niederösterreichische Nachrichten



