Stromnetz-Steuerung aus Mistelbach

22. Oktober 2026, Mistelbach

Die Netz Niederösterreich hat ihren Standort in Mistelbach als Zentrale der Netzregion Weinviertel Ost etabliert.


Die Anforderungen an die Stromnetze verändern sich derzeit grundlegend. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, Wärmepumpen und Stromspeichern erfordert leistungsfähige Netze sowie moderne digitale Prozesse. Vor diesem Hintergrund kommt dem Standort Mistelbach eine zentrale Rolle für die Energieversorgung im nordöstlichen Niederösterreich zu. Mit der neu eingeführten Regionalstruktur sollen Planung und Abläufe effizienter gestaltet sowie die Betreuung von Kundinnen, Kunden und Gemeinden verbessert werden. Geleitet wird die Netzregion Weinviertel Ost von Ronald Brechelmacher.


Allein in den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf investierte die Netz Niederösterreich im vergangenen Geschäftsjahr rund 36 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur. Dabei wurden Strom- und Gasnetze verstärkt beziehungsweise erneuert.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Stromnetz. In der Netzregion Weinviertel Ost wurden rund 90 Kilometer Stromkabel verlegt und 45 neue Trafostationen errichtet. Die Maßnahmen sollen die Versorgungssicherheit erhöhen und die Voraussetzungen für die weitere Elektrifizierung von Mobilität, Wärmeversorgung und dezentraler Energieerzeugung schaffen.
„Mit der Netzregion Weinviertel Ost schaffen wir die Grundlage, um die steigenden Anforderungen an das Stromnetz noch effizienter zu bewältigen“, erklärt Ronald Brechelmacher, Leiter der Netzregion Weinviertel Ost.


Zur Bewältigung der Energiewende sind in den kommenden Jahren weitere umfangreiche Investitionen vorgesehen. Bis 2034 plant die Netz Niederösterreich den Neu- oder Ersatzneubau von rund 55 Umspannwerken einschließlich der erforderlichen Anschlussleitungen. Derzeit sind 92 Umspannwerke in Betrieb.

300 neue Stationen pro Jahr

Darüber hinaus sollen jährlich rund 700 Trafostationen errichtet werden. Langfristig wurden bisher etwa 300 Stationen pro Jahr gebaut. Zusätzlich ist vorgesehen, jährlich rund 1.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungskabel zu verlegen.
Auch die Stadt Mistelbach begrüßt die Bedeutung des Standorts. Bürgermeister Erich Stubenvoll betont: „Mistelbach ist seit jeher ein wichtiger Infrastrukturstandort im Weinviertel. Dass die Netzregion Weinviertel Ost hier ihren Sitz hat, unterstreicht die zentrale Rolle unserer Stadt für die Energieversorgung der Region.“


Im laufenden Geschäftsjahr investiert die Netz Niederösterreich nach eigenen Angaben rund 520 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung erneuerbarer Energien und die steigende Stromnachfrage zu schaffen.

NÖN Niederösterreichische Nachrichten