
Österreichs Außenhandel hat im Mai sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen Zuwächse verzeichnet. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent auf 15,68 Mrd. Euro, die Importe legten um 1,1 Prozent auf 16,32 Mrd. Euro zu. Steigende Energieimporte haben den Wert für die Einfuhren angetrieben, schreibt die Statistik Austria am Freitag in einer Aussendung.
Der Wert für Energieimporte legte im Mai um deutliche 34,4 Prozent zu. „Verantwortlich waren hierfür hauptsächlich Erdöl und Erdölerzeugnisse, bei denen der Einfuhrwert um 49,0 Prozent stieg, während die importierte Menge um 14,7 Prozent abnahm“, schreibt die Statistik. Bei Gas stieg die Einfuhrmenge bei gleichbleibender Menge um 17,6 Prozent. Sonstige Fertigwaren wiesen ein Importminus um 1,6 Prozent auf, bei Maschinen und Fahrzeugen (plus 4,4 Prozent) und bearbeiteten Waren (plus 4,7 Prozent) gab es jeweils ein Plus. Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren sind die vier bedeutendsten Produktgruppen im österreichischen Außenhandel.
Bei den Exporten schoben vor allem die chemischen Erzeugnisse mit einem Exportplus von 11,9 Prozent an, während es bei Maschinen und Fahrzeugen ein Minus von 3,2 Prozent gab. Unterm Strich ergab sich aus Ex- und Importen eine negative Handelsbilanz von 0,64 Mrd. Euro.
Handelsbilanz mit EU-Staaten knapp positiv
Im Handel innerhalb der EU blieb die Bilanz mit 0,04 Mrd. Euro knapp positiv, obwohl der Warenverkehr leicht rückläufig war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Intra-EU-Importe um 0,1 Prozent und die Intra-EU-Exporte um 0,5 Prozent.
Mit Drittstaaten ergab sich für Österreich im Mai eine negative Handelsbilanz von 0,67 Mrd. Euro, von Jänner bis Mai war es ein Defizit von 3,34 Mrd. Euro. In den ersten fünf Monaten des Jahres war vor allem der Handel mit China laut Statistik Austria für die negative Handelsbilanz ausschlaggebend. Bei Maschinen und Fahrzeugen waren die Importe aus China (plus 24,67 Prozent auf 4,67 Mrd. Euro) viermal so hoch wie die Exporte (minus 5,9 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro). Insgesamt nahmen die Importe aus Drittstaaten im Mai mit einem Plus von 3,4 Prozent stärker zu als die Exporte (plus 1,8 Prozent).
Im Zeitraum seit Jahresbeginn verzeichnet Österreich ein Handelsbilanzdefizit von 2,72 Mrd. Euro, nach einem Defizit von 2,38 Mrd. Euro von Jänner bis Mai des Vorjahres. Die Einfuhren zogen im Jahresvergleich um 3,8 Prozent an, während die Exporte um 3,5 Prozent zulegten.
APA





