Strom Photovoltaik liegt aktuell nicht mehr weit hinter Wasserkraft

5. August 2026

Österreich importiert auch Wind- und Atomstrom

Die geringe Wasserführung in den Flüssen setzt der Wasserkraft zu. Laut der Behörde E-Control wurden in Österreich vor einem Jahr rund 200 Gigawattstunden Strom am Tag produziert – 70 Prozent aus Wasserkraft, je zehn Prozent aus Photovoltaik, Windkraft und sonstigen Quellen. Aktuell ist die Situation anders, wie E-Control-Chefvolkswirt Johannes Mayer berichtet: Rund 125 Gigawattstunden Strom wurden Ende Juli erzeugt – 40 Prozent Wasserkraft, 30 Prozent Photovoltaik und 20 Prozent Wind.


Solarstrom, der nur während des Tages erzeugt wird, liege in diesem außergewöhnlichen Sommer also nur noch knapp hinter der laufend arbeitenden Wasserkraft, so Mayer. Der Stromverbrauch betrug am Montag 154 Gigawattstunden.


Die Lücke wird mit Importen geschlossen, besonders Windstrom aus Deutschland und Atomstrom aus Tschechien, teilweise Kohlestrom aus dem Ausland. Es kommt mehr Strom als Österreich benötigt – dieser wird in der Regel nach Slowenien und Ungarn weitergeleitet.
An den Terminmärkten sieht man laut Mayer, dass im Winter und nächstes Jahr von leichten Strompreissteigerungen auszugehen ist, die auch Haushalte und Unternehmen treffen könnten. Aber entscheidend dafür sei die Geopolitik – die sich laufend ändern könne.

Oberösterreichische Nachrichten