Ölpreisrally spült TotalEnergies Milliarden in die Kassen

23. Juli 2026, La Defense
Bereinigter Nettogewinn stieg um 67 Prozent auf 6 Milliarden Dollar
 - Mérignac, APA/AFP

Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Ölpreisrally hat TotalEnergies einen wahren Geldsegen und das beste Quartalsergebnis seit fast drei Jahren beschert. Der bereinigte Nettogewinn sprang im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 6 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro), wie der französische Energiekonzern am Donnerstag mitteilte. Er lag damit nochmals höher als die 5,4 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal 2026.

Analysten hatten mit einem Gewinnwachstum in diesem Umfang bereits gerechnet. Die Aktionäre sollen daran teilhaben: Für das dritte Quartal kündigte TotalEnergies Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar an.

Iran-Krieg treibt Ölpreise nach oben

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die faktische Schließung der Straße von Hormuz haben das weltweite Angebot verknappt und die Preise für Rohöl und Gas auf Mehrjahreshochs getrieben. So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zwischen April und Juni im Schnitt rund 97 Dollar und damit um 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders stark profitierte TotalEnergies von den Engpässen am Persischen Golf in seinem Geschäftsfeld Raffinerie und Chemie. Hier schoss der Gewinn um 362 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe, angetrieben von starken Margen und einem lukrativen Handel mit den knappen Kraftstoffen. In der Sparte Exploration und Produktion kletterte das Ergebnis um 64 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar.

Einen Dämpfer verzeichnete TotalEnergies hingegen im Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG): Wegen schwacher Nachfrage in Europa sank der Gewinn in diesem Bereich um 22 Prozent auf 807 Millionen Dollar.

APA/Reuters