
Der spanische Energiekonzern Iberdrola ist im zweiten Quartal wieder gewachsen. Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um fast zehn Prozent auf 10,45 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Bilbao mitteilte. Allerdings hatten Analysten mit einem stärkeren Plus gerechnet. Im ersten Quartal war der Erlös noch geschrumpft.
Gewinnseitig lief es für das Unternehmen noch besser. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im zweiten Quartal um 13 Prozent auf knapp 4 Mrd. Euro. Das war mehr, als Experten auf ihren Zetteln hatten. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken Stromnetzgeschäft.
Übernahme belastet Aktie
Die Aktie verlor im frühen Handel rund 1,2 Prozent. Analyst Fernando Garcia von der kanadischen Bank RBC verwies auf die Übernahme des finnischen Netzbetreibers Caruna. Diese erscheine ihm kostspielig. Die Spanier setzten wohl auf längerfristige Wertsteigerungen und auf eine Konsolidierung des finnischen Marktes. Am Vorabend hatte Iberdrola mitgeteilt, 80 Prozent an Finnlands größtem Stromverteilungsnetzbetreiber für 2 Mrd. Euro zu übernehmen.
Derweil bestätigte das Unternehmen das bei Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal erhöhte Gewinnziel für 2026. Im laufenden Jahr will Iberdrola demnach den bereinigten Überschuss um mehr als 8 Prozent steigern. Im vergangenen Jahr hatten gut 6,2 Mrd. Euro zu Buche gestanden. In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der bereinigte Nettogewinn um 8 Prozent auf 3,57 Mrd. Euro.
APA/dpa-AFX




