
Nach den Preissteigerungen der vergangenen Monate ist Haushaltsenergie in Österreich im Juni wieder günstiger geworden. Der Energiepreisindex (EPI) sank laut Österreichischer Energieagentur im Monatsabstand um 3,1 Prozent. Verantwortlich dafür waren Preisrückgänge bei Heizöl und Treibstoffen durch eine kurzzeitige Entspannung an den Rohölmärkten. Im Jahresvergleich blieb Energie mit einem Plus von 5,4 Prozent jedoch ein wesentlicher Inflationstreiber.
Vor allem bei mineralölbasierten Energieträgern gab es im Juni eine deutliche Entspannung. Heizöl verbilligte sich im Vergleich zum Mai um 11,6 Prozent. Dieseltreibstoff kostete um 7,0 Prozent weniger, der Preis für Superbenzin sank um 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres lagen die Preise in diesem Segment aber weiterhin deutlich höher: Heizöl kostete um 32,6 Prozent mehr, Diesel um 19,2 Prozent und Superbenzin um 12,8 Prozent. Ebenfalls deutlich teurer als vor einem Jahr waren Holzpellets mit einem Plus von 30,1 Prozent.
Strom um ein Zehntel billiger als vor einem Jahr
Die Strompreise für Haushalte stiegen im Juni gegenüber Mai leicht um 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich lagen sie jedoch als einziger im Energiepreisindex erfasster Energieträger mit 10,2 Prozent spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. Gas wurde im Monatsabstand um 0,1 Prozent teurer und kostete um 4,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise für Fernwärme blieben im Monatsvergleich stabil, legten aber zum Vorjahr um 1,9 Prozent zu.
Für die kommenden Monate zeichnen sich jedoch wieder Preissteigerungen ab. Die vorübergehende Entspannung im Juni war auf gesunkene Rohölpreise infolge einer zwischenzeitlichen Annäherung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie zunehmender Transporte durch die Straße von Hormuz zurückzuführen. „Mit dem Wiederaufflammen der Kampfhandlungen sind mittlerweile wieder deutliche Preissteigerungen an den internationalen Rohölmärkten wie auch an den heimischen Zapfsäulen zu beobachten“, erklärte Lukas Zwieb, Energieexperte der Energieagentur.
APA





