
Der französische Ölkonzern TotalEnergies rechnet dank hoher Energiepreise infolge des Iran-Krieges mit einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal. Die Erträge aus dem Geschäft mit Flüssigerdgas (LNG) dürften jedoch stark zurückgehen, wie das Unternehmen am Donnerstag in einem Zwischenbericht mitteilte. Als Grund nannte der Konzern schwache Handelsergebnisse bei einer sinkenden Nachfrage in Europa. Die Aktie von TotalEnergies gab zeitweise um 1,9 Prozent auf 69,28 Euro nach.
Der Iran-Krieg hatte die weltweite Versorgung beeinträchtigt und die Rohöl- und Gaspreise auf Mehrjahreshochs getrieben. Mit Ausnahme des LNG-Bereichs dürften sich alle Geschäftsbereiche von TotalEnergies verbessern. Den starken Rückgang im LNG-Geschäft begründete der Konzern mit einer unterdurchschnittlichen Leistung im Gashandel bei einem stagnierenden bis rückläufigen europäischen Markt.
Die Kohlenwasserstoffproduktion soll im zweiten Quartal knapp 2,4 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag erreichen. Die Upstream-Erträge sollen gegenüber dem ersten Quartal um rund 1 Milliarde Dollar (876,73 Mio. Euro) steigen, da die Produktion in mehreren Ländern des Nahen Ostens wieder aufgenommen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhöht wurde, teilte TotalEnergies weiter mit. Im Downstream-Geschäft dürften höhere Raffineriemargen und ein starker Ölhandel zu einem deutlichen Ergebnisanstieg führen. Seine vollständigen Ergebnisse für das zweite Quartal will TotalEnergies am 23. Juli vorlegen.
APA/Reuters




