Tiwag investiert 585 Millionen in den Ausbau

29. Juni 2026, Innsbruck

Die landeseigene Tiwag will heuer die Rekordsumme von 585 Mio. Euro in den Ausbau der Netze, die Fernwärme, die E-Mobilität und den Ausbau von Kraftwerken investieren – und damit noch etwas mehr als im Vorjahr mit dem bisherigen Höchststand von 574 Mio. Euro. Bei den Wasserkraftprojekten verweist der Tiwag-Vorstand auf das Speicherkraftwerk Kühtai, weiters auf Fertigstellungsarbeiten am Projekt Tauernbach-Gruben und das in Bau befindliche Projekt Imst-Haiming.


Die Erweiterung des bestehenden Tiroler Pumpspeicherkraftwerks Sellrain-Silz nähert sich jedenfalls dieser Tage der Ziellinie. Der neu gebaute Speicher Kühtai und das zugehörige neue Kraftwerk Kühtai II sollen im August mit dem Probebetrieb beginnen und dann auch schon relevante Mengen an Strom produzieren und einspeichern. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2027 abgeschlossen sein, im Vollbetrieb läuft das Kraftwerk dann ab Ende 2027.


20 Jahre bis zur Fertigstellung


Dem Projekt, gegen das es auch harten Widerstand u. a. aus dem Stubaital und von Umweltverbänden gegeben hatte, war eine langwierige Genehmigungsphase vorangegangen: Bereits 2006 begann die Tiwag mit der Planung, das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) startete Ende 2009. Den rechtskräftigen Bescheid gab es erst 2019, zehn Jahre danach, die Bestätigung durch den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) erfolgte 2020. Ende 2019 begann man mit den Vorarbeiten, 2021 dann mit den tatsächlichen Bauarbeiten. Seit Anfang Juni fließt Wasser in den neuen Speicher, seit Mitte Juni ist der so genannte Grundablass geschlossen und das Becken wird aufgefüllt.

Tiroler Tageszeitung