Haushalte müssen immer mehr „brennen“

28. Mai 2026

Photovoltaik und Wasserkraft sorgen für stabile Preise bei Strom, ansonsten massive Preissteigerungen bei Heizöl, Diesel und Co.

Der Kostenpunkt Iran-Krise belastet heimische Haushalte weiter und dürfte nicht so schnell aus der Bilanz verschwinden. Die Energiepreise lagen im April deutlich über dem Vorjahresniveau: Heizöl legte eine Steigerung von über 60% hin, Diesel ein Plus von knapp unter 40%. Nur Strom sorgte für eine leichte Entlastung, wie der Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur zeigt.
Teuerung steht erneut bei 3,4 Prozent Die höheren Energiekosten treiben auch die Inflation – durch den Verbraucherpreisindex (VPI) – weiter an. Dadurch bekommen die Österreicher immer weniger für ihr Geld. Politische Maßnahmen wie die Spritpreisbremse dämpfen den Effekt zwar etwas, gleichen die steigenden Marktpreise aber kaum aus. Selbst bei einer Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus wäre keine schnelle Erholung zu erwarten, da sich Lieferketten nur langsam stabilisieren.


Erneuerbare machen Österreich unabhängiger

Deshalb empfiehlt die Agentur den Umstieg auf erneuerbare Energien und elektrische Anwendungen (E-Autos, Wärmepumpen), da diese zu weniger Importrisiko führen und so die Preise stabil bleiben. Genau dieser Effekt lässt sich bei den gesunkenen Strompreisen beobachten. Elektrizität verbilligte sich im Monatsvergleich um über 3%, im Jahresvergleich sanken die Preise um über 10%. Hauptgrund dafür sei die hohe Einspeisung aus Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen.


Die von der Regierung am Dienstag fixierte Strompreisbremse, die bis zum Sommer kommen soll, dürfte in Hochpreisphasen die Haushalte hierzulande zusätzlich entlasten.

Kronen Zeitung