Kelag-Tochter baut Fernwärme-Leitungsnetz auf 1000 Kilometer aus.
St. Andrä war vor 1989 der Ausgangspunkt, dort legte die Kelag Energie & Wärme den Grundstein für ihr Fernwärmenetz. 37 Jahre später meldet die Kelag-Tochter ihren 1000. Leitungstrassen-Kilometer. Gebaut ebenfalls im Lavanttal. Dazwischen liegt ein ungewöhnlich erfolgreicher Expansionskurs made in Kärnten, gesteuert von Villach aus. Als Nummer zwei auf dem bundesweiten Fernwärmemarkt betreibt die Kelag Energie & Wärme 89 Fernwärmenetze in ganz Österreich – von Vorarlberg bis ins Burgenland – mit 900 Heizzentralen. Auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse sind die Kärntner die Nummer eins. Geschäftsführer Adolf Melcher ist fast von Beginn an dabei, er startete 1990 „bei Kilometer fünf“, meint er schmunzelnd. Bei 1000 Kilometern sei noch lange nicht Schluss: Noch heuer geht u. a. ein Leitungsnetz von rund 13 Kilometern Länge in Lustenau in Betrieb, sechs neue Kilometer steuert die Transportleitung zwischen St. Andrä und Wolfsberg bei. Der Anteil erneuerbarer Energien liege bei über 90 Prozent. „Die Zeit schreit danach“, sagt Melcher. „Fossile Energie ist nie sicher. Wir haben daher schon vor 30 bis 40 Jahren begonnen, neue Auswege zu suchen.“ Er lobt den Weitblick der Kärntner Politik: „Wir hatten immer Rückenwind und wurden zum österreichweiten Vorreiter.“
Uwe Sommersguter
Kleine Zeitung




