Panamakanal-Behörde relativiert Durchfahrt für LPG-Schiff

17. April 2026, Panama-Stadt
Schiffe warten auf die Panamakanal-Durchfahrt
 - Panama City, APA/AFP

Die Panamakanal-Behörde hat einen Medienbericht über eine Zahlung von vier Millionen Dollar für die schnellere Durchfahrt eines Flüssiggastankers relativiert. „Das jüngste Ergebnis einer Auktion, die an ein LPG-Schiff vergeben wurde, spiegelt vorübergehende Marktverschiebungen wider und ist nicht das Ergebnis einer vom Panamakanal festgelegten Gebühr“, erklärte die Behörde am Donnerstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, dass ein Schiff in einer Auktion vier Millionen Dollar für eine schnellere Durchfahrt gezahlt hat, nachdem der Stau auf dem Kanal zunahm. Die Behörde bestätigte die genaue Summe nicht. Sie erklärte jedoch, dass Auktionswerte von Faktoren wie der Dringlichkeit der Kunden, Frachtraten, Treibstoffpreisen und der weltweiten Angebots- und Nachfragesituation abhingen. Auktionen seien zudem nur einer von mehreren Wegen, um sich einen Transitplatz zu sichern.

Der Verkehr durch den Kanal hat zuletzt zugenommen, da der Krieg im Iran die Handelsströme stört und Käufer nach alternativen Lieferungen suchen. Dies treibt die Exporte von den USA nach Asien und in andere Regionen an. Trotz der Schwankungen im Welthandel und geopolitischer Spannungen arbeite der Kanal weiterhin zuverlässig, hieß es in der Mitteilung weiter. Am Donnerstag (Ortszeit) hatten 102 Schiffe eine Reservierung für die Durchfahrt, während 25 ohne gebuchten Platz warteten. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete der Kanal 6288 Durchfahrten von Seeschiffen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Jänner lag der Tagesdurchschnitt bei 34 Schiffen, im März bei 37. An Spitzentagen wurden mehr als 40 Durchfahrten registriert.

APA/Reuters