
Der oberösterreichische Energie-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) hat in Sachen Windkraft-Beschleunigungszonen seinen Kurs korrigiert. Nachdem der Mühlviertler Sternwald wegen Bedenken von tschechischer Seite aus der in Begutachtung befindlichen Verordnung zu den Beschleunigungszonen herausgenommen worden war, soll er nun wieder hineinkommen, betonte er am Donnerstag nach einer entsprechenden Anfrage der NEOS im Landtag.
Zuvor hatte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ein Machtwort gesprochen. Ziel sei es, den Sternwald wieder in die Beschleunigungsgebiete-Verordnung zu bringen, betonte nun auch Achleitner am Donnerstag in einer Presseaussendung. „Oberösterreichs Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien wiegt aus unserer Sicht schwerer als die Bedenken Tschechiens gegen die Erweiterung des Windparks Sternwald.“
Fachabteilung nahm Gebiet „vorsorglich“ heraus
Warum der Sternwald dann vorübergehend herausgenommen worden war, begründete er damit, dass die zuständige Fachabteilung dies „aufgrund der von Tschechien eingebrachten Bedenken vorsorglich“ gemacht habe. Da für das Windkraftprojekt Sternwald bereits ein UVP-Verfahren laufe, sei – im Falle eines positiven UVP-Bescheids – ohnehin von einer Realisierung auszugehen gewesen.
„Die Bedenken Tschechiens bezüglich grenzüberschreitender Auswirkungen des Windkraftprojektes sind natürlich ernst zu nehmen. Aber unser öffentliches Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien und damit auch der Windkraft sollten hier schwerer wiegen“, betonte Achleitner. „Auch Tschechien hat trotz Oberösterreichs Einwände und Bedenken sein grenznahes Atomkraftwerk Temelin errichtet“, griff er ein in Oberösterreich stets von Windkraftbefürwortern vorgebrachtes Argument auf.
APA





