Tiwag ortet ungerechtfertigte Kritik

13. April 2026, Innsbruck

Nach Vorwürfen des WWF: Tiwag sieht bei Kaunertal-Projekt gründliche Prüfung gegeben.

Es gebe weder Lücken noch Mängel bei den vorgelegten Ausbauplänen für das Kraftwerk, kontert der Landesenergieversorger nach jüngster Kritik des WWF. Die Umweltorganisation sah solche zuletzt wegen insgesamt 23 Nachforderungen durch mehrere Prüfungsgutachter im Rahmen des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) von September 2025 bis April 2026. Es geht um weiterführende Analysen und Erklärungen zu zwölf von insgesamt 46 Fach- bzw. Gutachterbereichen. Dass im Rahmen der Umweltprüfung für den Pumpspeicher Versetz die unabhängigen Prüfungsgutachter der Behörden „ergänzende Unterlagen“ anfordern, sei ein gewöhnlicher Prozess, heißt es seitens der Tiwag.


Damit werde nur sichergestellt, dass im Gutachten auch tatsächlich alle Auswirkungen des Vorhabens umfassend geprüft werden. „In einem UVP-Verfahren dieser Größenordnung ist es völlig normal, dass die unabhängigen Sachverständigen ergänzende Auskünfte anfordern. Die UVP stellt sicher, dass nur Projekte umgesetzt werden, die umweltverträglich sind“, erklärt Tiwag-Vorstand Alexander Speckle. Das Thema Sicherheit – auch mit Blick auf die Folgen des Klimawandels – habe oberste Priorität. Anders als der WWF sieht die Tiwag die Nachforderungen als Beweis, dass gründlich gearbeitet werde.

Tiroler Tageszeitung