Auch Pelletpreise legen wieder zu

18. März 2026

Erneuerbarer Energieträger aus dem Wald wird teurer. ProPellets mit Gegenrechnung.


Es ist ein Zusammenhang, den die Branche in Abrede stellt, der Pelletskunden aber nach wie vor im negativen Sinn in guter Erinnerung geblieben ist: Die letzte Gaspreiskrise ließ auch die Preise für Pellets deutlich ansteigen.


An den Zapfsäulen und für Heizölbesteller gibt es aktuell weiterhin Höchstpreise. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran bringt die Weltwirtschaft zum Stottern.
Die jüngste Freigabe von Ölreserven verpufft und bringt nicht die erhoffte Entspannung auf den Rohstoffmärkten. Am Ende der Heizsaison gibt es nun einen Aufschrei seitens der Arbeiterkammer, was die Preissteigerungen bei Pellets betrifft. Eine aktuelle Erhebung der AK Tirol von Anfang März zeigt ein hohes Preisniveau.


Für eine Lieferung von sechs Tonnen Pellets inklusive Transport müssen Haushalte derzeit im Schnitt 2579,58 Euro bezahlen. Dabei betragen die Preissteigerungen zum Vorjahr teils bis zu 600 Euro.
In Kärnten ist es etwas billiger: Der Preis pro Tonne liegt je nach Anbieter teils deutlich unter 400 Euro. Für fünf Tonnen zahlt man inklusive Abfüllpauschale um die 1900 Euro. Laut dem Branchenverband proPellets wurde es von Jänner auf Februar 2026 österreichweit im Schnitt um 9,3 Prozent teurer, im Jahresvergleich um 30 Prozent. Der günstigste Anbieter Tirols (Stand Anfang März) ist auch in Kärnten aktiv: Theurl Holz aus Assling hat einen Standort in Steinfeld. Das Pelletwerk steht in Osttirol. 2143 Euro kosten sechs Tonnen samt Transportkosten.


Die Gründe der Preissteigerungen sind aus Sicht der AK nicht wirklich festzumachen. Es werde einfach auf den kalten Jänner verwiesen. Laut dem Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl gehe „die Abzocke“ am Energiesektor weiter: „Egal ob Spritpreise, Heizöl oder eben Pellets – die Unternehmen gehen auf Gewinnmaximierung auf Kosten der Konsumenten.“ Im Energiekostenvergleich stellt der bundesweite Verband „proPellets Austria“ die Gegenrechnung auf: Während der Preis für eine Tonne Holzpellets mit 406 Euro im Monatsvergleich stabil bleibe, sei der Preis für Heizöl „extraleicht“ im Vergleichszeitraum um 55 Prozent gestiegen.


Wer jetzt wieder einlagere, spare gegenüber einer Ölheizung 2387 Euro, gegenüber Gas sogar 2510 Euro. Die Gesamtkosten bei 3000 Litern Heizöl betragen 4824 Euro gegenüber 2426 Euro für sechs Tonnen Pellets.


Alexander Tengg

Kleine Zeitung