Beim Energietag waren die Preise für Gas und Strom das Hauptthema
„Man müsste Donald Trump danken – er hatte für erneuerbare Energien eine größere Wirkung als jedes Fördersystem“, sagte Benedikt Ennser, Sektionsleiter Energie im Wirtschaftsministerium, beim Energietag am Mittwoch. Diesen richteten die OÖNachrichten gemeinsam mit der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), der Energie AG und der Linz AG aus.
Größtes Thema waren die hohen Energiepreise – und wie Österreich diesen Nachteil überwinden kann. Ennser verwies im Zitat oben auf den von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Iran-Krieg, der zur Verknappung von Öl und Gas führte. Dadurch wurden erneuerbare Energien zur Notwendigkeit, um unabhängiger von geopolitischen Ereignissen zu werden. „Unternehmen bereiten die hohen Kosten Sorgen – fürs Personal und für Energie“, sagte Erich Frommwald, WKOÖ-Obmann der Sparte Industrie.
Ennser stellte verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung zur Umsetzung der Energiewende vor, darunter ein neues Gas- und Wasserstoffwirtschaftsgesetz.
Um niedrigere Strompreise zu erreichen, müsse sich Europa stärker selbst versorgen – wie China und die USA, sagte Daniel Varro, Vizerektor für Finanzen und nachhaltige Entwicklungen an der Donau-Universität Krems. „Die Wertschöpfung importierter Energie fließt sonst ins Ausland ab.“
Anschließend diskutierten die Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, darunter WKOÖ-Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger, Leonhard Schitter (Energie AG) und Josef Siligan (Linz AG), über die Energie-Herausforderungen in Oberösterreich.
(maf)
Oberösterreichische Nachrichten



