
Saudi-Arabien nimmt Insidern zufolge seine nach Drohnenangriffen beschädigte wichtige Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb. Die Ölexporte über den Hafen Janbu am Roten Meer könnten noch am Dienstag wieder aufgenommen werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zweien von ihnen zufolge pumpt die Pipeline zunächst mit geringer Leistung.
Der staatliche Energiekonzern Saudi Aramco war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Saudi-Arabien hatte die Pipeline nach Drohnenangriffen durch die Houthi-Miliz aus dem Jemen am 13. September abgeschaltet. Dies führte zu einem Stopp der Rohöl-Verladungen in dem Hafen. Die Ost-West-Pipeline verbindet die Ölfelder im Osten des Königreichs mit dem Exporthafen Janbu am Roten Meer. Sie ist für das Land von strategischer Bedeutung, da sie den Transportweg durch die politisch heikle Straße von Hormuz umgeht.
Verlagerung an Persischen Golf
Als Folge der Abschaltung hatte Saudi-Arabien seine Ölexporte von der Küste des Roten Meeres an den Persischen Golf verlagert. Daten des Analysehauses Vortexa zufolge stiegen die Verladungen von den dortigen Häfen seit dem 12. September auf durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel pro Tag von zuvor 2,9 Millionen Barrel. Allein am Sonntag lud der Saudi Aramco Daten von TankerTrackers.com zufolge rund 14 Millionen Barrel Rohöl auf sieben Supertanker.
Die höheren Liefermengen vom Golf trugen dazu bei, den Ölpreis zu drücken. Die Nordseesorte Brent fiel daraufhin am Montag erstmals seit dem 9. September unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Händlern zufolge hatte Aramco einige Lieferungen an europäische Kunden storniert und stattdessen Verkäufe nach Asien verstärkt.
APA/Reuters



