Der Stromexporteur, plötzlich Importeur

10. August 2026, Bukarest

Normalerweise ist das Land an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer relativ stromautark, exportiert sogar zeitweise. Aktuell muss Rumänien jedoch bis zu 2.500 Megawatt pro Tag importieren, weil die eigene Stromproduktion drastisch gedrosselt wurde. Einer der beiden Reaktoren des AKW Cernavodă wurde abgeschaltet, weil nicht mehr genug Wasser für die Kühlung durch die Donau fließt. Zuletzt wurde sogar ein Felsen im Bett eines Donau-Arms etwa 50 Kilometer flussaufwärts gesprengt, um mehr Wasser zum AKW zu leiten. Haushalte und Unternehmen müssen Strom sparen: Die Autobauer Dacia und Ford haben ihre Produktionen bis 19. August freiwillig stillgelegt.

Kurier