
Die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien angesichts ausbleibender Öllieferungen infolge des Iran-Kriegs hat Chinas Solarexporte im April beflügelt. Die Ausfuhren von Solarzellen sprangen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 60 Prozent nach oben, wie aus am Montag veröffentlichten Zolldaten hervorging. Insgesamt lieferten die Unternehmen Anlagen im Wert von 3,12 Mrd. Dollar (2,68 Mrd. Euro) ins Ausland.
Im Vergleich zum Vormonat waren die Ausfuhren jedoch rückläufig. So wurden im April 1,34 Mrd. Solarzellen exportiert, nach 1,71 Mrd. im März. Analysten zufolge ist dieser Rückgang auf vorgezogene Käufe zurückzuführen. Käufer hatten sich demnach vor der Streichung einer Exportsteuer-Rückerstattung zum 1. April noch schnell mit Solaranlagen eingedeckt, was im März zu einem Rekordhoch bei den Ausfuhren geführt hatte. Zudem treibt die steigende Nachfrage in Südostasien und Afrika das Geschäft an. Die chinesische Zollverwaltung will am Mittwoch länderspezifische Daten veröffentlichen.
Die USA und Israel haben am 28. Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen. Seit Wochen ist die Straße von Hormuz gesperrt, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl.
APA/Reuters



