Das AIT entwickelt mit Voltera ein KI-System für stabile und flexible Stromnetze und erreicht mit diesem Projekt Platz eins in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung.
Mit dem starken Ausbau von Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen steigt die Belastung vieler Niederspannungsnetze deutlich. Für Netzbetreiber wird es damit zu einer sicherheitsrelevanten Aufgabe, verfügbare Netzkapazitäten in Echtzeit korrekt einzuschätzen. Bestehende Methoden sind dabei oft ungenau oder mit hohem Aufwand verbunden und stoßen angesichts der zunehmenden Dezentralisierung der Energieversorgung an ihre Grenzen.
Ein Forschungsteam am Center for Energy des AIT Austrian Institute of Technology entwickelte unter der Leitung von Bharath Varsh Rao mit Voltera ein KI-gestütztes System, das kontinuierlich ermittelt, wie stark ein Stromnetz belastet ist und wie viel zusätzliche Energie sicher aufgenommen oder abgegeben werden kann.
Voltera kombiniert eine intelligente Abschätzung des Netzzustands, selbst dort, wo keine Messgeräte vorhanden sind, mit einem automatisierten Kapazitätsmanagement für Haushalte und Anlagen. Dadurch lassen sich Photovoltaik, Speicher und Elektromobilität besser integrieren, ohne die Stabilität des Stromnetzes zu gefährden. Gleichzeitig werden Netzbetreiber dabei unterstützt, vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen und Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Das Projekt setzt durch die Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Umsetzung neue Impulse für die Energieinfrastruktur: Voltera vereint künstliche Intelligenz, Energiesystemphysik und reale Anwendung zu einer Lösung, die neue Maßstäbe für ein widerstandsfähiges und nachhaltiges Energiemanagement setzt und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet.
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