Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt nach dem am Freitag erreichten Fünf-Monats-Hoch gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember gab im frühen Handel um 2,6 Prozent auf 107,02 Dollar nach. Am Freitag war der Brent-Preis bis auf 110 Dollar geklettert und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai.
Am Montag kamen unterschiedliche Signale aus der Krisenregion im Nahen Osten. So gab es erneut Angriffe auf zwei Tanker im Persischen Golf. Zudem griff die Huthi-Miliz aus dem Jemen Saudi-Arabien an. US-Energieminister Chris Wright versuchte dagegen, die Gemüter mit Aussagen zur Versorgung aus dem Persischen Golf zu beruhigen.
Wrights Worten zufolge haben sich die Öllieferungen aus dem Persischen Golf auf etwa 80 Prozent ihres Niveaus vor dem Konflikt erholt. Die Lieferungen von Raffinerieprodukten seien aber weiterhin eingeschränkt. Er stehe in Gesprächen mit europäischen Verbündeten, um Dieselvorräte freizugeben, sagte Wright.
Im Sommer war der Brent-Kurs wegen der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs bis auf 70 Dollar zurückgefallen. Da die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA aber seit Monaten stocken, zog der Ölpreis wieder kräftig an. Nach wie vor bleibt die Lage im Nahen Osten der wichtigste Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 108,00 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis noch 109,93 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
APA/dpa-AFX




