
Österreichs Wirtschaft ist im vergangenen Jahr etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Laut den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Statistik Austria legte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 um 0,7 Prozent zu. Die vorläufigen Zahlen waren im März noch von einem Plus von 0,6 Prozent ausgegangen.
Getragen worden sei das Wachstum im Vorjahr „vor allem vom Dienstleistungsbereich, aber auch die Herstellung von Waren konnte wieder zulegen. Nachfrageseitig stützen vor allem Investitionen und Konsumausgaben das Bruttoinlandsprodukt“, sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, laut Aussendung vom Mittwoch.
Wachstum bei Dienstleistungen und Warenherstellung
Der Dienstleistungsbereich wuchs 2025 real um 1,6 Prozent. Nahezu alle Dienstleistungsbranchen verzeichneten positive Wachstumsraten. Ein gemischteres Bild gab es laut Statistik im produzierenden Bereich, wo es insgesamt einen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 1,8 Prozent gab. Dämpfend wirkte das anhaltend schwache Bauwesen mit einem Minus von 1,7 Prozent, bei der Warenherstellung gab es dagegen ein Plus von 1,6 Prozent.
Land- und Forstwirtschaft inklusive Fischerei verzeichnete ein reales Wachstum von 1,1 Prozent. Die Konsumausgaben legten ebenfalls um 0,9 Prozent zu, bei Bruttoanlageinvestitionen gab es sogar ein Plus von 4,3 Prozent.
Nominell – also inklusive der Inflation – wuchs das BIP 2025 um 3,6 Prozent und lag damit bei 518,2 Mrd. Euro. Pro Kopf entspricht das einer nominellen Wirtschaftsleistung von 56.298 Euro.
Revisionen auch für erstes und zweites Quartal 2026
Revidierte, vorläufige Zahlen gab die Statistik Austria für das erste und zweite Quartal 2026 bekannt. Für das erste Quartal 2026 beläuft sich das Wachstum nun auf 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Juni wies die Statistik ein Plus von 0,9 Prozent aus. Auch im Quartalsvergleich wurde das BIP-Plus von 0,2 auf 0,3 Prozent nach oben revidiert.
Für das zweite Quartal meldet die Statistik nun ein Wachstum von 0,6 Prozent zur Vorjahresperiode, im September wurde es noch mit 0,4 Prozent angegeben. Im Quartalsvergleich blieb es unverändert bei einem leichten BIP-Rückgang von 0,1 Prozent.
APA




