Private investieren in Klimaschutz

22. September 2026, Frankfurt

Erneuerbare Energien werden nach dem Hitzesommer für Privathaushalte wieder wichtiger.


Österreich erlebte 2026 den heißesten Sommer der Messgeschichte. Laut GeoSphere Austria lag die Durchschnittstemperatur um 2,6 Grad über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Nach diesem Hitzesommer ist die Bereitschaft zu privaten Investitionen in den Klimaschutz wieder gestiegen. In der jüngsten Auflage des jährlichen „Energiewendebarometers“ der deutschen Förderbank KfW bekunden etwa zwei Drittel (66 Prozent) der deutschen Haushalte Handlungsbereitschaft.


Damit hat sich der mehrjährige Abwärtstrend im Nachbarland umgekehrt. Eine steigende Zahl von 84 Prozent der repräsentativ befragten Privathaushalte gab an, dass sie den Umbau des Energiesystems weg von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien wie Wind-, Sonnen- und Wasserkraft für wichtig oder sehr wichtig halten. Wärmepumpe, Pelletheizung, Photovoltaik-Anlage, Solarthermie, Elektroauto – etwa 14 Millionen deutsche Haushalte nutzen mindestens eine dieser Technologien und damit jeder dritte Haushalt, wie die KfW ausführt. Weitere fünf Prozent planen nach eigenen Angaben eine solche Investition in den nächsten zwölf Monaten. „Der außergewöhnliche Hitzesommer 2026 hat die Notwendigkeit des Klimaschutzes klar verdeutlicht“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher.


Ärmere Haushalte abgehängt


Ärmeren Haushalten fehlen aber oft die Mittel für Investitionen in klimaschonende Technologien.
Sie heizen öfter mit fossilen Brennstoffen, die Bepreisung von Öl und Gas fällt zugleich stärker ins Gewicht.

Tiroler Tageszeitung