Mit Schalungstechnik aus Amstetten wird die Staumauer Wasserfallboden – auch unter Limbergsperre bekannt – in 1700 Meter Seehöhe in Kaprun bis 2027 um 9 Meter auf 129 Meter erhöht. Das Speichervolumen steigt dadurch um 16 Prozent.
In Kaprun entsteht mit der Staumauererhöhung Wasserfallboden die Basis für das neue 480 Megawatt-Pumpspeicherkraftwerk „Limberg III“ – ein Meilenstein für Österreichs erneuerbare Energieversorgung. Energiewirtschaftlich wird die Kraftwerksgruppe Kaprun aufgrund ihrer enormen Speicherkapazität gern als „Batterie in den Alpen“ bezeichnet. Und sie spielt künftig als Pumpspeicherkraftwerk eine noch wichtigere Rolle bei der Netzstabilität: Bis 2027 wächst die Staumauer Wasserfallboden – auch Limbergsperre genannt – um neun Meter auf eine Gesamthöhe von 129 Meter. Dadurch erhöht sich der Nutzinhalt des Speichersees um 16 Prozent bzw. 12,7 Millionen Kubikmeter auf 93,9 Millionen Kubikmeter. Mit der Staumauererhöhung wächst die Speicherkapazität des Wasserfallboden-Stausees um 30 Gigawattstunden (GWh) – genug Energie, um den Jahresbedarf von 6000 zusätzlichen österreichischen Haushalten zu decken. Nach Abschluss weiterer Ausbaustufen unweit der Limbergsperre erreicht die Kraftwerksgruppe Kaprun eine Gesamtleistung von 2000 Megawatt (MW).
Die Kraftwerke in Kaprun sind Österreichs Batterie in den Alpen
Die Anlagen der Kraftwerksgruppe Kaprun funktionieren wie riesige Batterien: Sie liefern sauberen Strom genau dann, wenn er gebraucht wird – wenn z. B. die Laufkraftwerke durch Niedrigwasser in den Flüssen zu wenig Strom erzeugen – und stärken so die österreichische Versorgungssicherheit. Das Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerkes ist einfach und effizient: Bei Stromüberschuss wird Wasser in ein höher gelegenes Becken gepumpt. Steigt der Strombedarf, fließt es zurück, treibt Turbinen an und produziert sofort wieder Strom.
Um die außerordentlichen Bauanforderungen im Hochgebirge zu meistern – bei Wintertemperaturen weit unter null Grad, extremen logistischen Herausforderungen und Sturmspitzen über 100 km/h – setzt der Auftraggeber „Verbund“ auf die Expertise der Amstettner Firma Doka.
Schalungstechnik für präzise Betonierarbeiten im HochgebirgeBei der Erhöhung der 120 Meter hohen Staumauer um weitere neun Meter setzt Doka 66 Einheiten der flexiblen Sperrenschalung D22, die präzise und sichere Betonierarbeiten selbst unter widrigsten Bedingungen ermöglicht, und die vielseitige Trägerschalung Top 50 ein. Das Ringlock-Modulgerüst trägt wesentlich zum Baufortschritt bei, eine Faltbühne mit 700 Meter Länge sorgt für einen sicheren Zugang und optimale Arbeitsbedingungen an der Staumauer. Die Staumauer ist in 24 Abschnitte bzw. Blöcke unterteilt: Alle haben unterschiedliche Winkel und Neigungen und werden mit maßgeschneiderten Einheiten vom Doka-Sonderschalungsbau realisiert.
Kronen Zeitung




