Trockenheit: Strom-Erzeugung im Tief

4. September 2026, Wien

In Österreich ist der Bedarf an Strom im Juli gestiegen, zugleich ging der Gasverbrauch zurück. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control vom Dienstag hervor. Extreme Trockenheit führte bei den heimischen Laufkraftwerken zu einem historischen Tiefstand bei der Stromerzeugung. Die gesamte inländische Stromproduktion sank im Juli im Vorjahresvergleich um 16,9 Prozent auf 5,63 Terawattstunden (TWh). Ausschlaggebend war die extrem schwache Wasserführung der Flüsse. Der Erzeugungskoeffizient (er beschreibt das Verhältnis der tatsächlich erzeugten Strommenge zum langjährigen Durchschnitt) fiel auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1955, wodurch die Produktion der Laufkraftwerke um rund 44 Prozent einbrach.


Um die Lücke zwischen gesunkener Erzeugung und höherem Bedarf zu schließen, wurde deutlich mehr Strom aus den Nachbarländern bezogen. Die Stromimporte kletterten im Juli um 54,4 Prozent auf 2,58 TWh. Zugleich wurde deutlich weniger Strom exportiert.


Die Künstliche Intelligenz könnte einer Studie zufolge zum bisher wichtigsten Wachstumstreiber für die europäische Energiewirtschaft werden. Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren erhöhe die Stromnachfrage erheblich und sorge für zusätzlichen Rückenwind beim Ausbau erneuerbarer Energien, hieß es am Mittwoch in einer Analyse von Allianz Trade und Acredia.

Tiroler Tageszeitung