Trotz Abbaus von zwei Anlagen wird die Gesamtleistung im Windpark Steinberg durch eine Millionen-Investition erhöht
Der Ausbau der erneuerbaren Energie in Niederösterreich ist im Arbeitsübereinkommen der Landeskoalition zwischen ÖVP und FPÖ als gemeinsames Ziel paktiert. Im Bezirk Gänserndorf wird ein weiterer Schritt dafür umgesetzt. Die Landesregierung hat jetzt die Modernisierung des Windparks Steinberg in Neusiedl an der Zaya und Hauskirchen genehmigt.
Bisher produzierten hier sieben Windräder 23 Megawatt Öko-Strom. Nach dem Umbau werden sich in der Anlage zwar zwei Rotoren weniger drehen, die Gesamtleistung wird dennoch auf 36 Megawatt erhöht. „Das heißt, weniger Windräder erzeugen bald wesentlich mehr sauberen Strom“, betont Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP).
EVN und Windkraft Simonsfeld investieren in den Standort 58 Millionen Euro und rüsten die Anlage zu leistungsstärkeren Windrädern um. Die Unternehmen wollen auch in Zukunft auf „Repowering“ setzen und die Potenziale bestehender Anlagen erhöhen: „Wir planen, bis 2030 unsere Windkraftleistung von 570 auf 770 Megawatt auszubauen“, so EVN-Vorstand Stefan Szyszkowitz. Und Windkraft-Simonsfeld-Chef Markus Winter hebt Niederösterreichs Vorreiterrolle bei der Genehmigung solcher Projekte hervor: „Das ist ein wichtiger Schritt zu einer sicheren heimischen Energieversorgung.“ Seit 2023 wurden im weiten Land mehr als 200 Windräder neu bewilligt.
Christoph Weisgram



