
Die rumänische OMV-Tochter Petrom und ihr staatlicher Partner Romgaz haben die Installation der Offshore-Förderplattform für das Gasprojekt Neptun Deep im Schwarzen Meer abgeschlossen. Die Errichtung der Anlage sei ein entscheidender Schritt für das größte Erdgasprojekt Rumäniens, teilten die Unternehmen am Montag mit. Für den geplanten Produktionsstart im Jahr 2027 liege man gut im Plan.
Die in rund 120 Metern Wassertiefe verankerte Plattform „Neptun Alpha“ wiegt 16.500 Tonnen und ist 225 Meter hoch. Der Oberbau der Anlage ist vollautomatisiert und kann ferngesteuert betrieben werden. Da die Plattform unbemannt arbeiten soll, wird für Betriebs- und Wartungsarbeiten ein eigenes Versorgungsschiff gebaut. Parallel dazu wurden bereits sechs von zehn geplanten Produktionsbohrungen sowie die 160 Kilometer lange Pipeline zur Küste fertiggestellt.
In der nächsten Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der Anbindung der Unterwasserinfrastruktur und umfassenden Tests zur Vorbereitung der künftigen Förderung.
Rumänien soll größter Gasproduzent in der EU werden
Neptun Deep gilt mit geschätzten 100 Milliarden Kubikmetern an förderbarem Gas als eines der bedeutendsten Erdgasvorkommen in der Europäischen Union. Das Projekt soll Rumänien zum größten Gasproduzenten der EU machen und die regionale Energiesicherheit stärken. Die Betreiberin OMV Petrom gehört zu 51,2 Prozent der österreichischen OMV, der rumänische Staat hält 20,7 Prozent der Anteile, weitere Anteile hält unter anderem der rumänische Pensionsfonds.
APA



