illwerke reagiert auf Stromüberschuss mit flexiblem PV-Tarif

8. Juni 2026, Bregenz
Einspeistarif für Photovoltaikanlagen wird ab 2028 monatlich angepasst
 - Tulln, APA/THEMENBILD

Der Vorarlberger Energiekonzern illwerke vkw stellt seine Einspeistarife für Photovoltaik-Anlagen (PV) auf eine monatliche Preisanpassung um. Grund sei der massive PV-Ausbau, der die Marktsituation fundamental verändert habe. Es entstünden zunehmend Stromüberschüsse, am Großhandelsmarkt gebe es stundenweise sehr niedrige oder sogar negative Strompreise, hieß es in einer Mitteilung am Montag. Man stelle daher schrittweise auf variable Tarifmodelle um.

Kunden müssen einem Umstieg zustimmen, diese werde man ab Juni schriftlich dazu informieren. Wer seinen PV-Tarif 2025 oder früher abgeschlossen hat, muss aktiv auf den neuen Tarif wechseln, um danach weiterhin eine Vergütung zu erhalten. Wer wechsle, erhalte für 2027 einen Fixpreis von 7 Cent pro Kilowattstunde (kWh), ab 1. Jänner 2028 erfolge im PV-Einspeistarif Flex eine monatliche Preisanpassung.

„Die Werte für eingespeisten Sonnenstrom und für bezogenen Strom zu anderen Zeiten entwickeln sich immer stärker auseinander. Wenn mittags sehr viele PV-Anlagen gleichzeitig einspeisen, ist der Marktpreis deutlich niedriger als zu Zeiten mit hoher Nachfrage und geringer Erzeugung“, so illwerke vkw-Vorstand Quido Salzmann. Das sei heute vielfach Marktstandard. Die illwerke vkw empfahlen zudem, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms zu optimieren, also den Stromverbrauch gezielt in sonnenreiche Zeiten zu verlagern, um die eigene Anlage wirtschaftlich sinnvoller einzusetzen. Ab 2026 fördert der Energieversorger zudem die Anschaffung eines Batteriespeichers mit bis zu 500 Euro.

APA