Der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf landeseigenen Gebäuden in Niederösterreich steht vor dem Abschluss. Um die 85 Standorte werden laut Aussendung von Montag mit knapp 37.000 Modulen ausgestattet, was einer Leistung von circa 15 Megawattpeak (MWp) entspricht. Pro Jahr werden so rund 2.700 Tonnen CO2 eingespart. Bis Jahresende sollen alle geeigneten Landesgebäude ausgestattet bzw. die Anlagen erweitert sein. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Frühjahr 2027 geplant.
Im Rahmen des vor sechs Jahren gestarteten Projekts „Sonnenkraftwerk NÖ“ wurden geeignete Standorte – von Bezirkshauptmannschaften über Kliniken und Pflegezentren bis hin zu Landesschulen – identifiziert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sah „ein starkes Signal für Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit“: „Wir reduzieren damit Schritt für Schritt unsere Abhängigkeit von externen Energiequellen und investieren gleichzeitig in eine nachhaltige Zukunft.“
Ausbau von Speichern wird unterstützt
Parallel dazu wird das Vorhaben auf Gemeindeebene über Bürgerbeteiligung umgesetzt. Aktuell gibt es 112 Projekte mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 14,1 MWp. „Wir sind die Ökostrom-Lokomotive Österreichs, rund 40 Prozent des österreichischen Sonnen- und Windstroms stammen aus Niederösterreich“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Derzeit gebe es rund 160.000 PV-Anlagen mit über 3,3 GWh installierter Leistung. „Mehr heimische erneuerbare Energie bedeutet mehr Schutz und Sicherheit und weniger Abhängigkeit von Importen aus Russland oder dem arabischen Raum. Das stärkt nicht nur die Unabhängigkeit, sondern auch die regionale Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. Gleichzeitig trägt es zu stabileren und besser planbaren Preisen bei“, unterstrich Pernkopf.
Neben den bestehenden Beteiligungsmodellen unterstützt ein neues Teilprojekt auf Gemeindeebene den Ausbau von Speichersystemen. „Der nächste Schritt ist, die Energie noch effizienter zu nutzen. Mit Speichern kann Sonnenstrom genau dann eingesetzt werden, wenn er gebraucht wird“, betonte Mikl-Leitner.
APA





