
In Österreich ist der Energieverbrauch im April im Jahresabstand gestiegen. Die Abgabe von Strom an Endkunden erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 5,3 Terawattstunden (TWh). Auch der Gasverbrauch legte zu und kletterte um 5,4 Prozent auf 5,95 TWh. Das geht aus aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Gleichzeitig war die heimische Energieproduktion in beiden Bereichen rückläufig, was beim Strom zu einem Anstieg der Importe führte.
Die inländische Stromproduktion fiel im Berichtsmonat um 2,9 Prozent auf 6,13 TWh. Aufgrund einer mäßigen Wasserführung der Flüsse verzeichneten Laufkraftwerke ein Minus von 13,8 Prozent. Auch bei Speicherkraftwerken (-1,6 Prozent), Wärmekraftwerken (-1,3 Prozent) und Windkraftanlagen (-4,7 Prozent) gab es Rückgänge. Einzig Photovoltaikanlagen produzierten um 17,4 Prozent mehr Strom als im Vorjahresmonat. Um den Bedarf zu decken, nahmen die Stromimporte um 15,1 Prozent auf 1,89 TWh zu, während die physikalischen Exporte auf 1,75 TWh sanken.
Beim Gas verringerte sich die inländische Produktion inklusive biogener Gase deutlich um 26,3 Prozent auf 0,33 TWh. Die heimischen Gasspeicher waren am Monatsende mit 39 TWh gefüllt. Damit lag der Speicherinhalt um 18 Prozent beziehungsweise 8,6 TWh unter dem Stand des Vorjahres. Im April wurde zudem sowohl weniger Gas aus dem benachbarten Ausland importiert (minus 4,1 Prozent auf 14 TWh) als auch exportiert (minus 18,3 Prozent auf 4,3 TWh).
APA




