
Der Ölpreis ist am Freitag im frühen Handel nach einem Zwischenfall in der Straße von Hormuz und der deswegen wackelnden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gestiegen – allerdings hielt sich der Anstieg in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als ein Prozent auf 101,26 Dollar. Damit blieb das Fass Brent unter seinem Zwischenhoch vom Vortag.
Am Donnerstag war der Preis für die weltweite Referenzsorte zwischenzeitlich bis auf knapp 104 Dollar gestiegen, beendete den Handel aber mit einem leichten Abschlag mit rund 100 Dollar. In der Nacht auf Freitag wurde die Waffenruhe zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten auf eine Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormuz hat das US-Militär als Vergeltungsmaßnahme Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit.
Das iranische Militär warf den USA nach den Angriffen vor, die ohnehin fragile Waffenruhe verletzt zu haben. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran erneut unter Drohungen auf, „schnell“ eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber trotz der Angriffe weiter.
APA/dpa-AFX



