Ölpreise fallen 3. Tag in Folge

7. Mai 2026, Wien
Hoffnung auf Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran
 - Washington, APA/AFP

Die Ölpreise sind am Donnerstag den dritten Tag in Folge unter Druck geraten. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran ließ sie stark sinken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 99,55 US-Dollar und damit 1,70 Prozent weniger als am Vortag.

Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Zugleich aber drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran „in Grund und Boden zu bombardieren“.

Der Iran wies Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurück. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft. Der Sender CNN berichtete, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern voraussichtlich heute seine Antwort dazu übergeben.

An den vergangenen drei Tagen ist der Brent-Preis um rund 15 Dollar gefallen, liegt aber immer noch deutlicher höher als vor Kriegsbeginn. Experten warnen jedoch vor zu großer Zuversicht. „Der Einbruch des Rohölpreises ist einmal mehr ein übertrieben optimistischer und verfrühter Schluss: Für den Markt zählt allein, wie und wann die Straße von Hormuz wieder geöffnet wird“, sagte Vandana Hari, Gründerin des Analysehauses Vanda Insights. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Aussicht weniger als ein schwacher Schatten am Horizont.“

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt deutlich gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 112,26 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 6,07 Dollar weniger als am Dienstag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

APA/dpa-AFX