
Wie BP hat auch der französische Ölkonzern TotalEnergies vom hohen Ölpreis infolge des Iran-Kriegs profitiert und einen überraschend deutlichen Gewinnsprung geschafft. Der bereinigte Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar (4,6 Mrd. Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit 400 Millionen Dollar weniger gerechnet.
Der Preis für die Rohölsorte Brent war nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar auf ein Mehrjahreshoch von fast 120 Dollar (102,74 Euro) pro Barrel gestiegen. Teheran hatte daraufhin die für den Öltransport wichtige Straße von Hormuz gesperrt und Angriffe auf Nachbarstaaten am Golf gestartet.
15 Prozent der Förderproduktion entfallen kriegsbedingt
Der Krieg in der Region führte jedoch auch zur Stilllegung von 15 Prozent der Förderproduktion von TotalEnergies. Iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Katar, die Total beliefern, sowie die saudi-arabische Raffinerie SATORP, an der der französische Konzern beteiligt ist. Besonders profitabel war das Geschäft mit dem Handel von Öl und Ölprodukten.
Der Gewinn in der Sparte Raffinerien und Chemie verfünffachte sich auf 1,6 Mrd. Dollar. Auch die anderen Sparten legten zu. Der Gewinn im Fördergeschäft (Upstream) stieg um fünf Prozent, im Flüssiggasgeschäft um zwei und im Stromgeschäft um acht Prozent. Am Dienstag hatte bereits der britische Konkurrent BP berichtet, wegen des kriegsbedingten Handelsbooms seinen Quartalsgewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt zu haben.
APA/Reuters




