Windräder ohne Dauerlicht: Projekt startet im Weinviertel

20. April 2026, Gnadendorf

Im Weinviertel startet ein Pilotprojekt mit Signalwirkung: Erstmals in Niederösterreich wird bei Windrädern auf das permanente rote Nachtblinken verzichtet. Im neuen Windpark Gnadendorf–Stronsdorf kommt stattdessen eine bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung zum Einsatz – die Lichter gehen nur noch dann an, wenn sich tatsächlich ein Flugobjekt nähert.


„Das rote Dauerblinken wird jetzt beendet. Unnötige Lichtverschmutzung wird deutlich reduziert und den Menschen ein Stück Nachtruhe zurückgegeben“, sagt Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP). Der Ausbau der Windkraft solle „für die Menschen verträglich“ erfolgen – dazu gehöre auch das Aus für das permanente Blinken.


Schrittweise Umsetzung


Möglich macht das eine neue gesetzliche Grundlage sowie ein technisches System, das Flugbewegungen erfasst. Nur wenn sich ein Flugzeug oder Hubschrauber im definierten Sicherheitsbereich befindet, wird die Beleuchtung aktiviert. „Wir verbinden höchste Sicherheitsstandards mit einer deutlichen Verringerung der Lichtbelastung“, betont Austro-Control-Geschäftsführer Philipp Piber.


Auch Landtagspräsident Karl Wilfing sieht darin eine Verbesserung für Anrainer: „Viele Menschen empfinden die Dauerblinker als Belastung. Umso wichtiger ist diese Lösung, die nun schrittweise umgesetzt wird.“ Bis 2030 soll die Windkraftleistung des Energieversorgers laut EVN-Vorstand Stefan Stallinger deutlich ausgebaut werden.

Kurier