Volle Kraft voraus heißt es bei den gemeinschaftlichen Energieprojekten in Tirol. Sie gewinnen weiter an Relevanz. Die Zahl der Zusammenschlüsse innerhalb eines Gebäudes hat sich in den vergangenen drei Jahren etwa verdreifacht, jene der Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften, welche über Grundstücksgrenzen hinweg agieren, sogar verneunfacht. Besonders stark zugenommen haben BürgerInnen-Energiegemeinschaften, die auch überregional tätig sind. Im Jahr 2023 gab es eine, inzwischen knapp 180, wie die Energieagentur Tirol mitteilt.
Ein Teil der Wende
Bei den Netzwerken schließen sich Menschen, Gemeinden oder Unternehmen zusammen, um z. B. Strom gemeinsam zu produzieren, zu verkaufen und zu nutzen. „Dadurch soll eine proaktive Teilnahme an der Energiewende ermöglicht und wirtschaftliche Anreize geschaffen werden“, sagt Thomas Vogel, der bei der Energieagentur Tirol das Thema verantwortet. Energie wird so zu einem regionalen Produkt, dessen Herkunft nachvollziehbar ist und nebenan eingekauft werden kann.
Wer Interesse hat, kann sich bei diversen Organisationen Unterstützung holen. Die Österreichische Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften liefert Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Gründung. Zudem bietet die Energieagentur Tirol ein kostenloses Abrechnungstool für kleinere Gemeinschaften. Ergänzt wird das Angebot durch die Matching-Plattform „Strom verbindet“, die Interessenten und bestehende Gemeinschaften zusammenbringt.
Tiroler Tageszeitung




