US-Benzinpreise unter Trump höher als unter Vorgänger Biden

27. Oktober 2026, Houston (Texas)
Auch bei Diesel liegt der Durchschnitt über dem Wert unter Biden
 - Washington, APA/AFP/Kent NISHIMURA

Autofahrer in den USA zahlen in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Durchschnitt mehr für Benzin und Diesel als unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden. Dem US-Automobilclub AAA zufolge lag der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin seit Trumps Amtsantritt vor knapp zwei Jahren bei 3,472 Dollar (etwa 0,82 Euro pro Liter). Damit übertrifft er den Durchschnittswert von 3,471 Dollar während Bidens Präsidentschaft knapp.

Auch bei Diesel liegt der landesweite Durchschnitt unter Trump mit 4,343 Dollar pro Gallone über dem Wert von 4,078 Dollar unter Biden.

Das Präsidialamt reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Wegen der Kriege in der Ukraine und im Iran, die die weltweite Kraftstoffversorgung beeinträchtigen, hatte der Dieselpreis in den USA am 22. September ein Rekordhoch von 6,523 Dollar pro Gallone (1,54 Euro pro Liter) erreicht.

Die hohen Kraftstoffpreise sind für Trump ein Problem vor den Kongresswahlen am 3. November, bei denen die Republikaner ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen wollen. Die Sorgen der US-Bürger drücken seine Zustimmungswerte auf ein Rekordtief: Einer am 19. Oktober veröffentlichten Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge sind nur noch 31 Prozent der Amerikaner mit Trumps Amtsführung zufrieden. Dies ist der niedrigste Wert in seinen beiden Amtszeiten. Seine Wirtschaftspolitik befürworteten in der landesweiten Erhebung lediglich 23 Prozent der Befragten.

APA/Reuters