Österreichweit steigen 2027 die Netzentgelte für Gas um durchschnittlich 7,2 Prozent.
Die Netzentgelte für das Gasnetz steigen auch 2027 deutlich. Österreichweit erhöhen sie sich um 7,2 Prozent, wie aus dem Verordnungsentwurf der E-Control hervorgeht. Günstiger wird es 2027 nur im Bundesland Salzburg, wo die Netzgebühren um 1,9 Prozent oder fünf Euro im Jahr sinken.
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß: In Kärnten und Niederösterreich müssen die Gaskunden nächstes Jahr ein Fünftel mehr an Netzentgelten bezahlen. In Niederösterreich ist es nach 30,6 Prozent 2026 und 19,4 Prozent 2025 bereits das dritte Jahr in Folge mit zweistelligem Kostenplus. Im Burgenland steigen die Netztarife voraussichtlich um 14,3 Prozent, in Oberösterreich um 8,9 Prozent. In Wien, wo mehr als ein halbe Million Haushalte mit Gas heizen, fällt die Verteuerung mit plus zwei Prozent vergleichsweise gering aus, ebenso wie in der Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Die Netzentgelte in Kärnten und dem Burgenland zählten schon vor dem Anstieg auf 3,7 und 3,8 Cent pro Kilowattstunde zu den höchsten Österreichs. Auch in Wien sind die Netzkosten mit 3,3 Cent pro kWh hoch.
Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Tirol liegen mit 2,7 bis 2,8 Cent im Mittelfeld, Salzburg und Vorarlberg sind mit zwei Cent pro kWh am günstigsten. Die Netzentgelte machen grob ein Drittel der Gasrechnung aus. Die von den Netzbetreibern gemeldeten Kosten werden von der E-Control überprüft.
Die finale Verordnung wird meist im Dezember veröffentlicht. Weil der Verbrauch von Erdgas wie geplant zurückgeht, ebenso wie der Gastransit, verteilen sich die Netzkosten auf immer weniger Kunden.
SN, APA



