IEA will Ölreserven schneller freigeben

16. Oktober 2026, Paris
Vorrang für Freigabe von Diesel
 - Karlsruhe, APA/dpa

Mit Blick auf die hohen Treibstoffpreise will die Internationale Energieagentur (IEA) Ölnotreserven wie von den G7-Staaten gefordert beschleunigt freigeben. Die im März als Reaktion auf den Iran-Krieg beschlossene Freigabe von Ölreserven soll nun beschleunigt und so bald wie möglich abgeschlossen werden. Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Diesel Vorrang eingeräumt werden, teilte die IEA nach einer Verwaltungsratssitzung in Paris mit.

Die IEA hatte die Freigabe einer Rekordmenge von 400 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl aus strategischen Ölreserven beschlossen. Davon seien bisher aber erst rund 330 Millionen Barrel tatsächlich geflossen, teilte die IEA mit. Dabei hätten einige Länder allerdings schon größere Mengen freigegeben, als sie ursprünglich zugesagt hatten. Die Freigabe der noch ausstehenden, im März zugesagten Bestände werde nun rund 100 Millionen Barrel auf den Markt bringen, darunter 20 Millionen Barrel Diesel.

Dies entspricht der von den G7 geforderten Menge. Die G7, zu denen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Japan und Kanada gehören, hatten Anfang Oktober gefordert, dass ab sofort und über vier Monate 100 Millionen Barrel Rohöl tatsächlich freigegeben werden. Mit der Maßnahme sollen die Preise für Kraftstoffe gesenkt werden.

APA/dpa