
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat das staatliche Energieunternehmen Sefe angewiesen, die Einspeicherung von Erdgas zu erhöhen. „Wir bestätigen, dass Sefe vom BMWE (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) als Vertreter des Shareholders die Anweisung erhalten hat, bis zum 15. Dezember acht Terrawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern“, teilte Sefe am Mittwoch mit.
Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Der Schritt sei am späten Dienstagabend in Abstimmung mit Bundeskanzler Friedrich Merz erfolgt, hieß es dem Bericht zufolge unter Berufung auf Ministeriumskreise.
Bereits Mitte September hatte die CDU-Politikerin den Gasimporteur angehalten, Gas zur Befüllung der Speicher einzukaufen, was jedoch keine formale Anweisung war. Hintergrund ist, dass sich die Speicherung für Händler wegen der Preisentwicklung als Folge des Iran-Krieges derzeit nur begrenzt rechnet.
Niedrige Gasspeicher-Füllstände
Der Gasspeicher-Verband INES hatte allerdings vor Engpässen im Fall eines sehr kalten Winters gewarnt. Die Speicher seien Anfang September nur zu rund 53 Prozent gefüllt gewesen. Dies sei der niedrigste Stand zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Bei extrem kalten Temperaturen könne es im Jänner zu einem Gasmangel kommen.
APA/ag



