
Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gestiegen. Am Vortag hatten die Ölnotierungen nach einem schwächeren Start über den Tag bereits deutlich zugelegt. Am Vormittag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November um 2,8 Prozent auf 105,98 US-Dollar.
Für keine Entspannung sorgten Aussagen aus den USA, wonach weiterhin große Mengen Öl durch die Straße von Hormuz transportiert werden. US-Finanzminister Scott Bessent sagte dem Fernsehsender Fox News, dass „manchmal“ täglich 17 Millionen Barrel durch die Straße von Hormuz transportiert würden. Andere Marktbeobachter gehen allerdings von deutlich geringeren Mengen aus.
Am Mittwoch hatten die Ölpreise zugelegt, nachdem Irans Präsident Massud Peseschkian in einer Rede vor den Vereinten Nationen die weiterhin großen Differenzen zwischen Teheran und Washington deutlich gemacht hatte. Zuvor hatte die Hoffnung auf neue diplomatische Impulse für eine Entspannung gesorgt, nachdem es seit langem wieder direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Rande der UN-Generalversammlung in New York gegeben hatte.
Am Ölmarkt warten Händler zudem auf Neuigkeiten aus Saudi-Arabien zur geplanten Wiederaufnahme der Ölexporte über die wichtige Ost-West-Pipeline. Die quer durch das Land bis zur Küste des Roten Meeres verlaufende Leitung war bei Angriffen Anfang des Monats beschädigt worden.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 107,69 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag hatte der Preis 109,19 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
APA/dpa-AFX





