Ölpreise stabil auf hohem Niveau

10. September 2026, New York/London
Gegenseitige Angriffe
 - Unknown, APA/AFP/ANSARULLAH MEDIA CENTRE

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel angesichts der unveränderten Lage am Persischen Golf ihre jüngsten Gewinne gehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt rund 101 US-Dollar (86,68 Euro) und damit etwas weniger als am Vorabend. In der Spitze lag der Brentpreis am frühen Morgen bei 101,94 US-Dollar.

Unterdessen war laut örtlichen Medienberichten im Bereich der Straße von Hormuz zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf amtliche Quellen. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.

Gegenseitige Angriffe

Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormuz oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region.

Die wiederaufgeflammten Kämpfe der vergangenen Woche beendeten eine Phase relativer Ruhe und trieben die Preise für Öl und Erdgas nach oben. Brent hat sich in diesem Jahr bislang um fast 70 Prozent verteuert, liegt aber noch deutlich unter dem Kriegshoch von 126 US-Dollar je Barrel aus dem April.

Für deutlich höhere Preise müsse sich die jüngste Eskalation jedoch stärker in erneuten Störungen der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormuz niederschlagen, sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege bei der niederländischen Bank ING, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

APA/dpa-AFX