Zwischen 2022 und 2024 gab es noch einen Rückgang
In der Treibhausgasbilanz zeichnet sich eine Trendwende ab: Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Österreich steigt wieder. Nach vorläufigen Berechnungen des Umweltbundesamtes hat Österreich 2025 um 0,7 Prozent bzw. 0,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente mehr ausgestoßen als im Vorjahr. Nach vorläufigen Daten betrug der Ausstoß im Vorjahr insgesamt 67,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Damit kommt Österreich vom guten Kurs ab. Denn in den Jahren 2022 bis 2024 sind die Emissionen um insgesamt 15 Prozent zurückgegangen.
Mehr Heiztage
Laut Umweltbundesamt war 2025 durch eine „schwache Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten und – teils klimatisch bedingte – Sondersituationen im Energiebereich geprägt“. Es gab eine deutlich geringere Stromerzeugung aus Wasserkraft und einen deutlich kühleren Winter. Im Gebäudesektor sind die Emissionen um acht Prozent gestiegen. Es gab zwölf Prozent mehr Heiztage. Das erklärt den Anstieg aber nur zur Hälfte, denn auch das Verhalten der Verbraucher hat sich geändert. „Während der Energiekrise infolge des Ukrainekrieges haben die Verbraucher die Raumtemperatur in den Wohnungen gesenkt. Nun kehren die Menschen teilweise zu ihren alten Mustern zurück“, sagt Karl Steininger, Klimaökonom der Uni Graz.
Die schwache Konjunktur und der Rückgang im Verkehr wirkten 2025 emissionsmindernd. So sind im Sektor Verkehr die Emissionen um 6,5 Prozent zurückgegangen – eine Folge der zunehmenden Elektrifizierung. In der Landwirtschaft stiegen die Emissionen um 1,6 Prozent aufgrund höheren Mineraldüngerverbrauchs und einen höheren Energieeinsatz bei Maschinen. Im Sektor Energie und Industrie (außerhalb des Emissionshandels) gingen die Emissionen im Jahr 2025 vor allem aufgrund des geringeren Erdgasverbrauchs der produzierenden Industrie um 8,6 Prozent zurück.
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