Energie. Der Iran-Krieg beeinträchtigt einen erheblichen Teil der weltweiten Erdgaslieferungen.
Amsterdam. Der Preis für europäisches Erdgas hat den Höhenflug am Mittwoch fortgesetzt und den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs erreicht. Die Notierung stieg den dritten Tag in Folge, da die Angriffe der USA und des Iran die Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Energielieferungen über die Straße von Hormuz dämpfen. Der Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam kletterte um gut drei Prozent bis auf 74,43 Euro je Megawattstunde (MWh).
Damit ist Erdgas teurer als zu Beginn des Iran-Kriegs, als die Notierung im März zeitweise über 70 Euro je MWh gestiegen war. Höher war der Preis zuletzt 2022, als er nach einem russischen Lieferstopp infolge des Ukraine-Kriegs zeitweise über 300 Euro gestiegen war.
Energiemärkte unter Druck
US-Präsident Donald Trump spielte die Chancen auf eine Einigung zur Beendigung des seit mehr als sechs Monaten andauernden Iran-Krieges herunter. Es sei ihm „völlig egal“, ob Irans Führung ein Abkommen unterzeichne, das für sie wertlos sei, schrieb Trump weiter. „Mir gefällt unsere derzeitige Position viel besser: Wir haben fast die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormuz, und ihre Wirtschaft bricht völlig zusammen“, meinte Trump und fügte hinzu: „Wann wird das iranische Volk endlich aufstehen und kämpfen?“ Preistreiber ist die Sorge, dass Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den Förderstätten am Persischen Golf dauerhaft blockiert sind. (red./ag)
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