
Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen und haben damit die Abwärtsbewegung seit Beginn der Handelswoche fortgesetzt. Diplomatische Bemühungen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormuz haben die Notierungen unter Verkaufsdruck gesetzt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober wurde bei 87,11 US-Dollar (74,70 Euro) gehandelt, rund 1,5 Prozent niedriger als am Vortag.
Zuletzt haben diplomatische Bemühungen im Nahen Osten an Dynamik gewonnen, was die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation dämpfte. Der Iran und der Oman führen laut einer Meldung der Oman News Agency Gespräche zur Einrichtung eines „vorübergehenden gemeinsamen Seekorridors“. Damit sollen Öltransporte aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormuz ausgeweitet werden.
Ölpreis seit Jahresbeginn um 40 Prozent gestiegen
Seit Montag ist der Preis für Rohöl der Sorte Brent mittlerweile um etwa 8 Dollar je Barrel gesunken. Zuvor hatten die Aussicht einer dauerhaften Blockade der Meerenge am Persischen Golf die Ölpreise noch stark nach oben getrieben. Seit Beginn des Jahres hat sich der Rohstoff um mehr als 40 Prozent verteuert.
Am Markt wurde zudem auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA verwiesen. Der Interessenverband American Petrolum Institute (API) hat in der vergangenen Woche einen Zuwachs der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl um 4,2 Mio. Barrel gemeldet. Steigende Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt setzen die Ölpreise in der Regel unter Druck. Am Nachmittag werden noch die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet.
APA/dpa-AFX



